24h Europe - We are the future

24h Europe - We are the future

Regie: Britt Beyer

DokuEventTV

Deutschland, Frankreich, Belgien, Finnland 2019
1440 Min.

Mein Krieg Das schweigende Klassenzimmer

zero one film in Koproduktion mit Ideale Audience (FR), ARTE GEIE, ARTE Deutschland, ARTE France, RBB, SWR, BR, RTBF.
Gefördert von Medienboard Berlin-Brandenburg.

TV-Erstausstrahlung: 04.05.2019, ARTE, RBB, SWR, BR alpha, RTBF

Inhalt

Es sieht nicht gut für Europa aus. Das große visionäre Projekt der Nachkriegszeit steht vor einem Abgrund. Der Traum von offenen Grenzen, einem Binnenmarkt, einer europäischen Regierung, einem in Frieden geeinten Kontinent scheint in ferne Erinnerung zu geraten. Stattdessen wurde Brüssel zu einem Synonym für die Verwaltung der Bürokratie, ohne Kontakt zu den Menschen und ohne demokratische Kontrolle. Manche sehen den Euro als bodenlose Grube, andere als Selbstbedienungsschalter. Brexit, der Stand der Dinge in der Ukraine und die Grenzmauer könnten der letzte Nagel im Sarg sein. Wirklich?
Europas Zukunft ist jünger als 30 Jahre, Jugendliche und junge Erwachsene, die in absurden Zeiten leben. Die junge Generation stellte einst die Mehrheit der Bevölkerung und besaß die Macht, die Gesellschaft zu verändern. Jetzt sind sie die Minderheit. Von ihnen wird erwartet, dass sie die Zukunft gestalten, obwohl sie von den Alten überstimmt werden können. Die Marktwirtschaft rüstet ihr Betriebssystem auf, Informationen sind der neue Goldstandard und Datenhandling die neue Schwerindustrie. Aber irgendwie basiert alles immer noch auf dem Nationalstaat und einem trüben Verlangen nach einer verlorenen Vergangenheit. Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der jungen Menschen in Großbritannien für die EU gewählt hat. Die jungen Europäer wollen vorwärts gehen.

Einige studieren in den Hauptstädten, sprechen fließend drei Sprachen und teilen eine Kultur, unabhängig von ihrem Herkunftsland: Polen oder Portugal, Finnland oder Frankreich, Griechenland oder Deutschland. Sie bilden eine neue, sich entwickelnde Identität, transnational, europäisch. Andere weigern sich, von der Moderne überrannt zu werden. Sie bestehen auf ihrer nationalen oder regionalen Identität und hassen es, in die Menge hineingezogen zu werden – vielleicht aus Angst, dass sie verschwinden könnten. Während einige in einem entkörperten Cyberspace verschwinden, fliehen andere aus den Städten, um sich auf die ultimative Katastrophe vorzubereiten und Gemüse anzubauen. Einige akzeptieren keine Geschlechtsidentitäten mehr, während andere sich nach der Rückkehr der Kernfamilie sehnen. Die einen träumen von einer Zukunft, vor der die anderen Angst haben. 

Entlang dieser Bruchlinien erkundet dieses Programm die weiteren Konfliktzonen und deren Auswirkungen auf das Leben der Protagonisten: unterhaltsam, dramatisch, überraschend. Nach und nach, Stunde für Stunde wird ein multipolares Netzwerk sichtbar – so komplex und uneinheitlich wie Europa selbst: radikale Differenzen auf einem Kontinent, gebündelt zu einem echten Test für Europa und zu einer Unabhängigkeitserklärung für die Zukunft.

News

Stand: Schnitt

24h Europe - The Next Generation

Ein TV Projekt.

Ein Tag im europäischen Universum, erzählt durch die Augen der Jungen, als Aufbruch in das Leben, an den Bruchstellen des Kontinents. Erzählt in Echtzeit, ohne Unterbrechung, von sechs Uhr morgens bis sechs Uhr morgens. Ein Programm der Parallelwelten und der Widersprüche, ein Zeitdokument, ein Manifest: die Zukunft wird gemacht.

Credits

Regie: Britt Beyer
Co-Regie: Vassili Silovic
45 Regisseure aus ganz Europa:
Susanne Binninger, Kim Brand, Anne van Campenhout, Daniel Cattier, Jérome Clément, François Chilowiscz, Hanna Doose, Marco Gastine, Jan Gassmann, Joris Cottin, Uli Gaulke, Uljana Havemann, Per-Josef Idivuoma, Magda Jaroszewicz, Yves Jeuland, Karin Jurschick, Kimmo Koskela, Lukas Kokes, Dane Komljen, Eliza Kubarska, Rémi Lainé, Martin Langner, Marcus Lenz, Madis Ligema, Matthias Luthardt, Pia Marais, Antonio Martino, Helga Rakel Rafnsdottir, Thomas Riedelsheimer, Alexandru Solomon, Svetoslav Stoyanov, Stefan Stuckert, Guillaume Terver, Mila Turajlic, Alfred Turner, Florian Vallée, Andreas Voigt, Natalija Yefimkina, Rosa Hannah Ziegler, uvm

Idee und Konzept: Volker Heise
Line Producer: Yan Schoenefeld
Producerin: Kornelia Theune
Produzenten: Thomas Kufus, Pierre Olivier Bardet

Projektleitung ARD: Martina Zöllner (rbb)
Redaktion: Markus Nievelstein (ARTE Deutschland), Carolin Mayer (rbb), Manuel Tanner (rbb), Claire Isambert (ARTE GEIE), Catherine Le Goff (ARTE GEIE), Fabrice Puchault (ARTE France), Alex Szalat (ARTE France), Anne Charbonnel (ARTE France), Kai Henkel (SWR), Gudrun Hanke-El Ghomri (SWR), Sonja Scheider (BR)
 
Eine Produktion der zero one 24 (Berlin) und Idéale Audience (Paris) in Koproduktion mit ARTE Deutschland, ARTE G.E.I.E., ARTE France, rbb, SWR, BR, RTBF, YLE, gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg.