Eldorado

 

ein Film von Markus Imhoof 

 

Siebzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs gibt es weltweit 60 Millionen FlĂŒchtlinge, Asylsuchende und Migranten. HumanitĂ€re Hilfe kann lindern, doch entscheidend sind politische Lösungen: Die Ursachen der FlĂŒchtlingsströme mĂŒssen behoben werden und bei uns, wo die Menschen stranden, sollten sie schnell aufgenommen, ausgebildet und integriert werden. Aber nach den internationalen Abkommen haben nicht alle, die ihr Leben riskieren, Anrecht auf Asyl.   

Markus Imhoof reist zu den Menschen, die mit und fĂŒr FlĂŒchtlinge arbeiten: In den Libanon zum UNHCR, zu den Beamten des Bundesamts fĂŒr Flucht und Migration, in ein Schweizer FlĂŒchtlingsheim, auf ein italienisches Marineschiff vor die Libysche KĂŒste.  Die Beziehungen zwischen den europĂ€ischen BĂŒrgern und den Fremden verraten viel ĂŒber unsere Gesellschaft und unsere Zukunft: scheinbare StabilitĂ€t ist ebenso ungesund wie unbegrenztes Wachstum.

 

In Koproduktion mit Thelma Film / Ormenis Film, Bayerischer Rundfunk, SRF

 

Gefördert von FFA, FFF, BKM

 

Stand: Schnitt

 

 

 

Macht euch keine Sorgen

 

Regie: Emily Atef

Buch: Jana Simon, Kathi Liers

 

Das Abendbrot der Familie Schenk wird durch die Ankunft von zwei Beamten des Landeskriminalamts gestört. Der ĂŒberrumpelten Familie teilt man mit, dass der Ă€lteste Sohn Jakob sich nicht, wie angenommen, in Spanien aufhĂ€lt, sondern sich wahrscheinlich dem IS in Syrien angeschlossen hat. Ein Schock fĂŒr die Eltern. Mehrmals versuchen sie Jakob zu erreichen. 

Und tatsĂ€chlich nimmt Jakob aus einem Aufnahmelager Kontakt zu seinen Eltern auf und lĂ€sst durchblicken, dass er sich vorstellen kann, zurĂŒck nach Hause zu kommen. Es gelingt dem Vater bei einer abenteuerlichen Reise an die syrische Grenze, seinen Sohn wieder in die Arme zu schließen.

Doch zurĂŒck in Deutschland reagiert das Umfeld der Familie misstrauisch. Ist Jakob aus freien StĂŒcken nach Hause gekommen und hat sich von der Ideologie des IS losgesagt, oder wurde er als SchlĂ€fer in die Heimat geschickt?

 

Produktion: zero one film im Auftrag des WDR

Stand: Schnitt

 

 

 

Fieber

 

Ein Film von Katharina Weingartner

 

Alle 60 Sekunden stirbt in Afrika ein Kind an Malaria. Die Krankheit ist fĂŒr den Tod von mehr als einer Millionen Menschen im Jahr verantwortlich, 90% davon in der Region Schwarzafrika. Jenseits der menschlichen Tragödien verursacht die Malaria einen jĂ€hrlichen wirtschaftlichen Schaden von ĂŒber 12 Billionen US Dollar.

Und trotz umfangreicher Forschung gibt es derzeit keinen einzigen Ansatz fĂŒr den Kampf gegen die Malaria, der das Potenzial fĂŒr eine langfristige Lösung birgt – noch nicht. Im Gegenteil, Plasmodium ist einer der Ă€ltesten bekannten Parasiten auf der Erde und hat eine entscheidende Rolle in verschiedenen Kriegen gespielt; aber der Kampf gegen die Malaria bleibt noch zu gewinnen.

 

In 1955 initiierte die WHO eine globale Anstrengung, die Malaria auszurotten, die jedoch nur in LĂ€ndern mit gemĂ€ĂŸigtem Klima erfolgreich war. FĂŒr die LĂ€nder in Afrika, Indien und SĂŒdost-Asien ist die Lösung noch nicht gefunden. Die AnsĂ€tze reichen hier von traditioneller chinesischer KrĂ€utermedizin zu halbsynthetischen Medikamenten, von der Verteilung von mit Insektizid behandelten Mosquitonetzen zu teuren Impfprogrammen. Der Parasit fordert die globale Gemeinschaft, die Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesens und private Hilfsorganisationen.

FĂŒr THE FEVER konzentriert sich Katharina Weingartner auf die komplexe Geschichte, Gegenwart und Zukunft von Malaria und beobachtet die Suche nach einer Lösung. Der Film fĂŒhrt uns zu den Menschen, die in der Gesundheitsindustrie arbeiten und zu denen, die die Krankheit zu ĂŒberleben versuchen.

 

Gefördert von ÖFI Österreichisches Filminstitut, ORF Film-/Fernsehabkommen, Land Vorarlberg / Kultur, FFA, MBB, SWR/ARD, BAK, ZĂŒricher Filmstiftung, SRF

 

Stand: Dreharbeiten

 

 

 

 

Die RĂŒden 

 

Ein Spielfilm von Connie Walther, Dorothee Schön und Nadin Matthews

 

Sie rasten aus. Oft ohne erkennbaren Grund. Ihre Betreuer sagen, sie hĂ€tten eine niedrige Frustrationstoleranz. Sie haben ihre Aggressionen nicht unter Kontrolle. Mit ihrer Umwelt können sie nicht wirklich kommunizieren. Sie suchen Streit, um sich abzureagieren. Zuviel Testosteron. Ihre Körpersprache ist einschĂŒchternd. Wenn sie einem entgegenkommen, wechselt man lieber die Straßenseite. Meist sind sie sozial verwahrlost und haben selbst schon Gewalt erlebt. Sie sind gefĂ€hrlich. Deswegen hat man sie weggesperrt.

 

Es geht um Tierheimhunde, die nicht vermittelbar sind, weil sie Menschen beißen. Und es geht um junge GewalttĂ€ter, die zu einer Haftstrafe verurteilt sind. Und es geht darum, was passiert, wenn die einen auf die anderen treffen.

 

In Koproduktion mit Hands on Production, SWR

gefördert von BKM, MFG

 

Stand: Drehvorbereitung

 

 

 

Paris Calligrammes

 

Ein Film von Ulrike Ottinger

 

Ulrike Ottinger, die in den 1960er Jahren als junge Malerin in Paris lebte, verwebt in „Paris Calligrammes" ihre persönlichen Erinnerungen an die Pariser BohĂšme und die gravierenden sozialen, politischen und kulturellen UmbrĂŒche der Zeit zu einem filmischen „Figurengedicht“ (Kalligramm).

Text und Bild, ergĂ€nzt durch Sprache, Ton und Musik fĂŒgen sich zu einem Mosaik, aus dem die LebensfĂŒlle dieser Periode und zugleich die BrĂŒchigkeit aller kulturellen und politischen Errungenschaften spricht.

 

Stoffentwicklung gefördert mit Mittel der BKM  Produktionsvorbereitung gefördert mit Mitteln des Medienboard Berlin Brandenburg

 

Stand: Entwicklung

 

 

 

In Produktion
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