Winterreise

Winterreise

Regie: Anders Østergaard

FiktionFilmKino

Dänemark, Deutschland, 2019
88 Min.

Sing Me A Song 1929 - Das Jahr Babylon

zero one film in Koproduktion mit Plus Pictures, NDR.
Gefördert von Filmförderung Hamburg Schleswig Holstein, FFA, DFI, DR-TV, SVT, YLE, Nordic Film, Creative Europe.

Verleih: RFF – Real Fiction Filmverleih e.K.

Weltpremiere: 23.11.2019, IDFA Amsterdam
Videostart: 12.11.2021
TV-Erstausstrahlung: , 12.11.2022

Trailer

Inhalt

Martin Goldsmith wuchs als ein gewöhnlicher amerikanischer Junge auf. Aber von seiner Kindheit an hing ein großer Schatten über der Familie. Der bekannte Radiomodertor wusste nur, dass seine Eltern, beide säkuläre Juden, aus Deutschland stammten und dass seine Verwandtschaft im zweiten Weltkrieg gestorben sei. Für seine Eltern hatte in Amerika ein neues Leben angefangen - ein Leben, in dem man keine Frage über die Vergangenheit stellt. Erst als erwachsener Mann, nach dem Tod seiner Mutter, brach Martin den Bann und befragte seinen Vater zu der deutschen Vergangenheit seiner Eltern und der gesamten Familie in den 30er Jahren.

Die Gespräche zwischen Vater und Sohn erwecken die schöne und schmerzhafte Geschichte der Eltern über Liebe, Musik und Tod in Berlin der Kriegsjahre zum Leben. Beide waren begabte Musiker, Günther noch ganz am Beginn seiner Karriere, Rosemarie schon Orchestermusikerin. Aber nach dem Erlass der Nürnberger Gesetze 1935 konnten sie nur noch als Mitglieder des Jüdischen Kulturbundes auftreten, einer fragwürdigen Organisation, die vollständig von der Reichskulturkammer kontrolliert wurde. 

Der Film folgt den Gesprächen zwischen Vater und Sohn, während sich die Vergangenheit der Familie mit raffiniert bearbeitetem Archivmaterial entfaltet, entsteht in der Gegenwart des Films eine langsame Annäherung zwischen Vater und Sohn, die sich anfühlt wie die Überwindung eines riesigen Grabens aus ungesagten Worten. In Sprache und Land, Heimat und Kultur waren die beiden einander fremd geblieben.

Martin Goldsmith ist selbst zu hören als Gesprächspartner seines Vaters, der in WINTERREISE von Bruno Ganz in seiner letzten, sehr intensiven Rolle verkörpert wird. Der Film beruht auf dem Buch, das Martin Goldsmith nach den Gesprächen mit seinem Vater schrieb: "Die unauslöschliche Symphonie. Musik und Liebe im Schatten des Dritten Reiches - eine deutsch-jüdische Geschichte"

News

“Winterreise” mit Bruno Ganz am 12. November in der ARD

TV-Premiere

“Winterreise” mit Bruno Ganz am 12. November in der ARD

"Winterreise” ist die ergreifende Vater-Sohn Geschichte über Furcht, Flucht und Exil. Im Zentrum steht der Ausnahmeschauspieler Bruno Ganz in seiner letzten Rolle, die sich an der Lebensgeschichte des Oldenburger Flötisten Günther Goldschmidt orientiert. Dem deutsch-jüdischen Musiker gelang mit seiner Frau Rosemarie im letzten Moment die Flucht aus dem Dritten Reich in die USA. Als alter Mann muss er sich den Fragen seines Sohnes Martin nach der Vergangenheit stellen, die er so lange verdrängte. Der Film folgt den Gesprächen zwischen Vater und Sohn. Während sich die Vergangenheit der Familie mit raffiniert bearbeitetem Archivmaterial entfaltet, entsteht in der Gegenwart des Films eine langsame Annäherung zwischen Vater und Sohn. 

Der Film von Anders Østergaard feierte 2020 Premiere beim Dokumentarfestival in Amsterdam und wurde anschließend im Kino gezeigt. Wir freuen uns sehr, dass der ko-produzierende Sender NDR den Film nun im ARD-Hauptprogramm und der Mediathek zeigt.
Sonntag, 12. November, 0.20 Uhr, Das Erste Anschließend für 30 Tage in der ARD Mediathek

Awards

Internationales Filmwochenende Würzburg

Publikumspreis

Credits

Buch: Anders Østergaard und Martin Goldsmith- Nach einer Buchvorlage von Martin Goldsmith
Regie: Anders Østergaard
Co-Regie: Erzsebet Racz
Kamera: Henner Besuch
VFX: Jakob Wehrmann und Alastair Owen
Schnitt: Anders Villadsen
Mischung: Martin Steyer
Sound Design: Dominik Schleier
Herstellungsleitung: Tassilo Aschauer
Produzenten: Mette Heide & Thomas Kufus

Mit:

Bruno Ganz
Leonard Scheicher
Harvey Friedmann
Dani Levy
András Bálint
Izabella Nagy
Martin Goldsmith