Balkan Melodie

Balkan Melodie

Regie: Stefan Schwietert

DokuFilmKino

Deutschland, Schweiz, Bulgarien 2012
92 Min.

Zeit der Helden Bee With Me

zero one film in Koproduktion mit maximage GmbH (CH), Agitrop (CH), Bayerischer Rundfunk, Schweizer Radio und Fernsehen, Television Suisse Romande, SRG SSR, Bulgarian National Television.
Gefördert von Bundesamt für Kultur, Zürcher Filmstiftung, Succes Cinéma, Succes Passage Antenne, MEDIA, Fachausschuss Audiovision und Multimedia der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft, Stipendium der Robert Bosch Stiftung, Entwicklungsbeitrag von Marco Forster, National Film Center Bulgaria.

Verleih: Ventura Film

Weltpremiere: Januar 2012, Solothurner Filmtage
Kinostart: 07.02.2013
TV-Erstausstrahlung: 15.04.2014, BR

Trailer

Inhalt

Er hat Musiker wie den rumänischen Panflötenspieler Gheorghe Zamfir und die fantastischen bulgarischen Frauenstimmen von „Le Mystère des Voix Bulgares“ entdeckt. Unter seinem Label hat er Millionen von Schallplatten verkauft. Er war der erste Schweizer, der jemals einen Grammy gewonnen hat. Eine Erfolgsgeschichte, die 1950 ihren Anfang nahm.

Damals, inmitten des Kalten Krieges, begannen der junge Schweizer Marcel Cellier und seine Frau Catherine auf eigene Faust ihre Reisen hinter den Eisernen Vorhang, um die bis dahin im Westen unbeachtete Musik der Länder Osteuropas zu entdecken. Vom Schwarzen Meer bis an die Ostsee reisten die Celliers durch die kommunistischen Hauptstädte und Provinzen, in denen die Volksmusik immer noch ein fester Bestandteil des täglichen Lebens war. Über vierzig Jahre lang sammelten und dokumentierten sie auf teilweise abenteuerliche Art und Weise die herausragendsten Musiken dieser Länder.

Auf den Spuren der Celliers macht sich der Film auf die Reise nach Osteuropa. Ausgestattet mit den alten Musikaufnahmen, Reisetagebüchern, Fotos und Super-8 Materialien, reisen wir durch Rumänien auf der Suche nach den Orten und den Musikern von damals. In Bukarest lebt der ehemalige Plattenmillionär Gheorghe Zamfir heute als Musiklehrer. In Maramuresch, an der Grenze zu Rumänien treffen wir auf eine Handvoll Musiker, deren Musikerdasein damals durch den Kommunismus „verstaatlicht“ wurde.

In Bulgarien trifft der Film auf die legendären Sängerinnen von „Le Mystère des Voix Bulgares“ und verdichtet ihren Weg von den Anfängen in den kleinen Bergdörfern im kommunistischen Bulgarien bis auf die grossen Bühnen des Westens zu einem facettenreichen Bild der Begegnung zwischen Ost und West und ihrem unterschiedlichen Umgang mit der Musik.

Am Ende besucht der Film die Gypsy Pop Formation Mahala Rai Banda, welche die traditionelle Musik ihres Landes erfolgreich ins neue Jahrtausend transferiert hat. Im Kontrast der Begegnungen von damals und heute wird auf sinnliche Art und Weise ein Stück Zeitgeschichte erfahrbar, das von der Veränderung der Menschen und ihrer Umgebung erzählt.

Awards

Der neue Heimatfilm (Austria), 2013

Audience Award

Der neue Heimatfilm (Austria), 2013

Honorable Mention

Credits

Buch & Regie: Stefan Schwietert
Kamera: Pierre Mennel, Pio Corradi
Schnitt: Isabel Meier