Domino Effekt

Domino Effekt

Regie: Niewiera Elwira, Piotr Rosolwski

DokuFilmKino

Deutschland, Polen 2014
76 Min.

Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener in Asien Don Giovanni -Die Entstehung einer Festspieloper

zero one film in Koproduktion mit Otter Films, RBB, ARTE.
Gefördert von Kuratorium junger deutscher Film, Polnischen Filminstitut, Förderprogramm „Grenzgänger“ der Robert Bosch Stiftung.

Verleih: Real Fiction Filmverleih
Weltvertrieb: Autlook Films

Weltpremiere: 03.05.2014, Visions du Réel
Kinostart: 09.04.2015
TV-Erstausstrahlung: 16.11.2015, ARTE

Trailer

Inhalt

Die Geschichte einer Liebe in einem nicht existierenden Staat.
DOMINO EFFEKT porträtiert Menschen an der Schwelle zu einem Neuanfang. Sie müssen sich entscheiden: Ein Leben für die Vergangenheit, oder eine gemeinsame Zukunft.

Als die Sowjetunion zusammenbrach und die Welt das Ende des Kommunismus feierte, entstanden fernab von den alten Zentren neue Konflikte, die bis heute nicht gelöst sind.
So auch in Abchasien, einer kleinen Kaukasusrepublik am Schwarzen Meer, die sich infolge eines blutigen Bürgerkrieges von Georgien lossagte und deren Bürger bis heute in Erstarrung und politischer Isolation leben.

Auf den Ruinen eines Staates, den es nie wirklich gegeben hat, beginnen Natascha und Rafael ihr gemeinsames Leben. Er ist der Sportminister der nicht anerkannten Republik, sie eine russische Opernsängerin.
Für Rafael verließ Natascha ihren Mann und ihre Tocher und gab ihre Karriere in Russland auf. Voller Hoffnung und Enthusiasmus kam sie nach Abchasien. Nun unterrichtet sie Gesang in einem zerstörten Kulturhaus und glaubt, dass ihr Talent und ihre Leidenschaft für das Singen ihr hier vor Ort viele Türen öffnen können.
Während dessen wird Rafael zum Organisator der ersten Internationalen Sportveranstaltung der Republik – der Domino-Weltmeisterschaft. Für Rafael und viele Bewohner Abchasiens sind mit diesem Ereignis große Hoffnungen verbunden.

Aber was für beide ein neuer Anfang werden sollte, gestaltet sich zunehmend als ein Weg ins Ungewisse. Nach einiger Zeit merkt Natascha, dass ihre neue Heimat ihr verschlossen bleibt und die Menschen sie als Russin ablehnen, nicht einmal Rafaels Familie akzeptiert sie. Natascha ist für sie eine arrogante Russin, jemand, der jenes Imperium repräsentiert, was Abchasien Schritt für Schritt annektieren wolle.

Wenn die Schwierigkeiten zu groß werden, möchte sie am liebsten nach Hause zurückkehren, nach Russland. Doch Rafael kann seinen Traum von einem unabhängigen Abchasien nicht aufgeben.
All das Entsetzliche, was er im Krieg erlitten und begangen hat, wäre umsonst gewesen. Aber die beiden geben nicht auf, beide haben zu viel zu verlieren – ihren Traum von einem gemeinsamen Leben. Als Natascha schwanger wird, freuen sich beide auf ihr Kind und vielleicht ist am Ende nicht so wichtig, ob es Russe oder Abchase wird?

Der Film zeigt ein ungewöhliches Paar, das persönliches Glück und nationale Identität, Vergangenheit und Zukunft, Karriere und Familie zu vereinbaren versucht.

Awards

Doc Leipzig (Germany), 2014

Winner Golden Dove

Dokufest Prizren (Poland) 2014

Winner International Documentary Competition

Credits

Buch & Regie: Elwira Niewiera, Piotr Rosołowski
Kamera: Piotr Rosołowski
Schnitt: Karoline Schulz, Andrzej Dąbrowski
Ton: Marcin Lenarczyk, Tomasz Wieczorek,
Elwira Niewiera
Musik: Maciej Cieślak